Fachtag_Festival

Fr. 29.06.

FACHTAG: Referent*innen & Initiativen

09:00 bis 19:00 Uhr | Anmeldung unter: festival@lernort-kulturkapelle.de | Unkostenbeitrag 20€  | Eine Ermäßigung auf Anfrage ist möglich.

*mit Konzert der WELTKAPELLE*

09:30 Uhr | Impuls von Katherine Braun SUMMER OF MIGRATION AND BEYOND

Katherine Braun ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Verbundforschungsprojekt „Willkommenskultur und Demokratie“ am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien am der Universität Osnabrück. Sie forscht zu demokratischen Bildungsprozessen im Kontext des sog, „Sommer der
Migration“ und interessiert sich besonders für postkoloniale Machtverhältnisse und deren Aushandlung. Davor war sie am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung und hat dort zu aktuellen Konjunkturen des Rassismus geforscht. Sie ist aktive im „Netzwerk kritische Grenz- und Migrationsregimeforschung“ und Redaktionsmitglied bei _movements. Journal für kritische Migrations-
und Grenzregimeforschung.


Session 1 | Watch The Med. Alarm Phone + Afrique-Europe-Interact: In Solidarität mit Migrant*innen auf See und in der Wüste | Ort: Kapelle

In diesem Workshop stellen wir die Arbeit des seit über drei Jahren bestehenden Watch the Med Alarm Phones vor. Diese 24/7-Hotline für Bootsflüchtlinge in Seenot wird von über 100 Aktivist*innen aus verschiedenen Ländern nördlich und südlich des Mittelmeers getragen. Seit kurzem gibt es auch eine Initiative für ein Alarmphone Sahara, das mit einem Büro in Agadez und einem Kontaktnetz von Aktivist*innen in Subsahara-Afrika Informationen über die gefährliche Route durch die Wüste verbreiten will. mehr…


Session 2 | Perspectives on Human Rights | Ort: Jurte

With participants from the International Training on Non Violence in the context of war and armed conflict, Kurve Wustrow.

Mehr unter: www.kurvewustrow.org/


Session 3 | Kirchenasyl/Abschiebemonitoring Hamburg | Ort: Jurte

Hannah Hosseini, Leiterin Team Migration + Asyl im Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg Ost und Felix Wieneke, Abschiebungsbeobachter des Diakonischen Werkes am Hamburger Flughafen berichten aus ihrer praktischen Arbeit zum Schutz der Menschenrechte im Problemfeld der Ausreisepflicht. Wie sieht die Arbeit eines Abschiebebeobachters konkret aus? Was passiert dort am Flughafen? Wann kann noch ein Kirchenasyl vor einer Abschiebung schützen? Und wie kommt es überhaupt zustande? Diesen und weiteren Fragen werden die ReferentInnen in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch nachgehen.


Session 4 | Initiative Romani Kafava in Hamburg-Wilhelmsburg | Ort: Kapelle

Seit mehr als einem Jahr arbeitet die Initiative Romani Kafava in Hamburg-Wilhelmsburg im jungen Hausprojekt Mokrystraße 1. Die selbst organisierte Anlaufstelle wurde von Zumreta Sejdovic ins Leben gerufen, die damit ihre eigene Community, die Roma, in ihren alltäglichen Kämpfen mit Papieren, Behörden, Ärzten, etc. unterstützen will. Zumreta selber lebt seit vielen Jahren geduldet mit ihren Familienangehörigen in Hamburg. mehr…


Session 5 | Die Insel hilft e.V.: Partizipation: Mehr als ein Buzzword
_“FLÜCHTLINGSHILFE“ MIT statt nur FÜR GEFLÜCHTETE_
| Ort: Jurte

Referentinnen Homayoon Pardis und Annika Jähnke

Partizipation gehört zu den meist verwendeten Begriffen in der Geflüchtetenhilfe. Doch oft entsteht der Eindruck, dass zwar alle darüber reden, aber niemand so wirklich etwas ändern will oder kann. Dabei profitieren alle Beteiligten davon partizipativ zu arbeiten. Am Beispiel von der Veranstaltung _WORK. AUSBILDUNG, ARBEIT, EHRENAMT_, die am 02. Juni 2018 stattgefunden hat, möchte die Koordinierungsstelle für die Flüchtlingshilfe auf den Elbinseln darlegen, wie Partizipation funktionieren kann. Es wird aber auch darum gehen eine Diskussion darüber anzuregen, was man noch besser machen kann. mehr…


Session 6 |Perspectives on Human Rights | Ort: Kapelle

With participants from the International Training on Non Violence in the context of war and armed conflict, Kurve Wustrow.

Mehr unter: www.kurvewustrow.org


Session 7 | Sea-Watch e.V.: Quo vadis EU? 2012 Friedensnobelpreis – 2018 Menschenrechtsverstöße und Bruch internationalen Rechts| Ort: Jurte

Quo vadis EU? 2012 Friedensnobelpreis – 2018 Menschenrechtsverstöße und Bruch internationalen Rechts.

Sea-Watch e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur zivilen Seenotrettung von Flüchtenden im Mittelmeer. Seit Juni 2015 waren wir an der Rettung von über 35.000 Menschen beteiligt. In der Anfangszeit war die öffentliche Begeisterung groß. Es wurden Sonderberichte gesendet, wir wurden in Talkshows eingeladen und mit Preisen ausgezeichnet. Drei Jahre später hat sich die Stimmung komplett gedreht. Rettungsorganisationen werden diffamiert und kriminalisiert, und das ohne jegliche Grundlage, einfach aufgrund einer veränderten politischen Stimmung. mehr…


Session 8 | Human Rights Defenders in Resistance | Ort: Kapelle

Referentin: Joana Kathe, pbi
How would you find the strength to resist in times and spaces of highly authoritarian governments? How would you find the power to fight for your and others rights, while your life is at constant stake? Human rights defenders all around the world do so, every day. Combining personal insights into the social movements in Honduras with a fresh theoretical lens offered by Judith Butler, this talk aims to take a closer look at the possible empowering quality of vulnerability.


Session 9| Menschenrechtsaktivistin berichtet von der Vertreibung
von Transpersonen in Zentralamerika | Ort: n.n.

Referentin: Shirley Ariadne Mendoza, peace brigades international – Deutscher Zweig e.V.

Mitglieder der LGBTIQ-Community in Honduras und anderen Ländern Zentralamerikas, vor allem in Guatemala und El Salvador, werden tagtäglich Opfer von Diskriminierungen und Hassverbrechen. Die Trans*-Aktivistin Shirley Ariadne Mendoza aus Honduras, die als politisch Verfolgte Asyl in Deutschland erhalten hat und gegenwärtig bei pbi zu den Themen Transphobie, Flucht und Menschenrecht auf Asyl arbeitet, möchte das Bewusstsein für die Situation der LGTBIQ-Flüchtlinge in Deutschland und die damit verbundenen Hindernisse und Herausforderungen schärfen.


FÄLLT LEIDER AUS Moonbird: Zivile Luftaufklärungsmission an Europas tödlicher Seegrenze |

Gemeinsam mit der Schweizer humanitären Piloteninitiative (HPI) betreibt Sea-Watch seit dem Frühjahr 2017 ein ziviles Aufklärungsflugzeug vom Typ Cirrus SR22 über dem zentralen Mittelmeer. Die Propellermaschine ist dazu in der Lage, ein riesiges Seegebiet abzudecken und Seenotfälle somit früher zu entdecken und der Rettungsleitstelle in Rom zu melden. Zudem hilft das Flugzeug der zivilen Flotte bei der Koordination von Massenrettungen. Die Luftaufklärungsmission schließt so eine Lücke in der zivilen Seenotrettung. mehr…